Folgen in den Lieferländern

Einem Blatt Papier sieht man nicht an, aus welchem Holz es hergestellt ist, ob aus zertifizierter Waldwirtschaft, aus Plantagen oder aus illegalem Raubbau. Sichtbar ist aber die weltweite Zerstörung von Wäldern, zählbar ist der Verlust der Arten, spürbar der Klimawandel.

Die begrenzten weltweiten Ressourcen sind ungleich verteilt. Wir in Deutschland gehören zu den 20 Prozent der Menschen, die 80 Prozent aller verfügbaren Ressourcen der Erde beanspruchen. Unser „Reichtum“ hinterlässt woanders seine Spuren: Menschen werden vertrieben, verlieren ihre Existenzgrundlage oder sind Gesundheitsgefahren ausgesetzt. Papierkonsum ist dabei nur ein Beispiel von vielen – er steht stellvertretend für unseren grenzenlosen Konsum, unseren Umgang mit den verfügbaren Ressourcen und mit anderen Menschen.

Ländern, die Deutschland den Papierrohstoff liefern, spüren die Auswirkungen unseres Papierverbrauchs deutlich. Auch wenn die Situation in den einzelnen Ländern auf Grund ihres Entwicklungsstandes und ihrer politischen Lage sehr unterschiedlich ist, so sind die von der Papier- und Zellstoffindustrie verursachten Probleme oft sehr ähnlich. Dazu gehören:

  • Landrechtskonflikte und Zwangsumsiedlung
  • Artenverlust und Zerstörung von Ökosystemen
  • Verlust von Arbeitsplätzen und fehlende Erwerbsalternativen
  • Gesundheitliche Schäden bei den unmittelbar betroffenen Menschen
  • Verbrauch und Verschmutzung von Wasserressourcen
  • Auslaugung von Böden und Erosion

Quelle: Alternativen Waldschadensbericht 2006


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Diese Seite wurde gefördert durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein Westfalen.