Landrechtskonflikte

„Die meisten Bewohner hier hatten allerdings keinen Besitztitel, keine Urkunde über das von ihnen bewohnte Land. Wenn die Schwarzen keinen Besitztitel nachweisen konnten, zwang Aracruz sie, ihr Heim zu verlassen. Dann wurden sie einfach vertrieben.“
Domingos Chapoca (Quilombola in Brasilien)

*Der brasilianische Zellstoffkonzern ARACRUZ Celulose (heute FIBRA) ist einer der größten Eukalyptuszellstoffproduzenten weltweit

In vielen Ländern, die Zellstoff produzieren, gibt es Landrechtskonflikte um die von den Konzernen in Beschlag genommene Fläche. Regierungen und Konzerne beanspruchen das Land und die Ressourcen für ihre Interessen. Die (traditionellen) Rechte indigener und anderer lokaler Bevölkerungsgruppen werden oftmals nicht anerkannt, obwohl ihre Land- und Nutzungsrechte in einigen der Länder (z.B. in Kanada, Indonesien, Brasilien) gesetzlich verbrieft sind.

„Der Knackpunkt bei dieser Geschichte ist doch, dass die regionale Bevölkerung hier nie gefragt worden ist, ob sie großflächigen Eukalyptusanbau in ihrer Region haben will oder nicht. Sie haben, ohne uns zu konsultieren, für uns festgelegt, dass der Anbau von Eukalyptus die beste wirtschaftliche Alternative für uns hier in Espírito Santo und im äußersten Süden von Bahia ist.“
Brasilianer aus Espírito Santo

Quelle: Alternativen Waldschadensbericht, 2006


Weitere Informationen zum Thema Papier und Umwelt finden sich im Alternativen Waldschadensbericht und update.

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