Struktur der globalen Papier- und Zellstoffindustrie

Die Markt- und Konzernstrukturen der Papierindustrie, die starke Konzentrierung und die globale Vernetzung sind Teil des Problems. In der internationalen Fachzeitschrift „pulp and paper international“ werden jährlich die nach Umsatz 100 größten Papier- und Zellstoffkonzerne aufgelistet und verglichen. Die Top 10 dieser 100 größten Unternehmen machen knapp die Hälfte der Umsätze, rund 70 Prozent der Gewinne und produzieren rund 40 Prozent des Papiers. Die transnationalen Konzerne gewinnen an Macht über Land, Ressourcen und die nationale Wirtschaft. Der Trend zu immer kostengünstigerer Produktion mit höheren Kapazitäten wirkt sich stark auf die Situation in den einzelnen Ländern und betroffenen Regionen aus.

Die gigantischen Zellstoffwerke benötigen große Mengen an Rohmaterial, was in vielen Fällen zur Anlage von riesigen Plantagenflächen oder – wie z.B. in Indonesien – zur systematischen Plünderung von Naturwäldern führt. Zu den weltweit größten Produktionsländern für Papierfasern gehören neben den USA, Kanada und China inzwischen auch Länder wie, Brasilien, Russland und Indonesien. Die vorhandenen Probleme durch die Zellstoff- und Papierproduktion werden sich durch geplante Expansionen in Zukunft noch verschärfen. Hauptexpansionsmärkte sind China, Brasilien und Chile. Die neuen Werke werden eine massive Expansion von schnellwüchsigen Plantagen in den südlichen Ländern fördern.


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